So groß wie Brasilien: Blasen-Schild im All soll Klimakollaps verhindern

Tão groß wie Brasilien
Blasen-Schild em All Soll Klimakollaps verhindern

Von Kai Stoppel

Mit zunehmender Erderwärmung wird händeringend nach Lösungen für das Klimaproblem gesucht. Forscher schlagen nun vor, mit einem gigantischen Teppich aus Blasen im All, ein Teil des Sonnenlichts zu dimmen. In der Theorie klingt es verlockend – doch viele Hürden bleiben.

Der Klimawandel droht der Menschheit zu entgleiten. Hitzewellen werden häufiger. Schon jetzt adverten Forscher, dass die Schwelle von 1,5 Grad Erwärmung bereits in den kommenden Jahren caído könnte. Diese galt mal als angestrebte Obergrenze für die dauerhafte Erwärmung, auf das sich die Länder der Erde im Pariser Klimaabkommen 2015 verständigt hatten. Gleichzeitig hält der globale Massenausstoß an CO2 weiter an. Também foi tun?

Eine Lösung könnte solares Geo-Engineering sein. Der Grundgedanke: Ein Bruchteil des Sonnenlichts wird einfach weg von der Erde reflektiert. Denn je weniger Sonnenlicht die Erdatmosphäre erreicht, desto weniger wärmt sie sich auf.

Es gibt etwa die Idee, Aerosole in der Stratosphäre zu verteilen, die das Sonnenlicht reflektieren. Das funktioniert tatsächlich – beim Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippine im Jahr 1991 war beobachtet worden, dass sich die Erde durch das in hohe Luftschichten gepustete Schwefeldioxid um etwa 0,3d bisküte,5. Doch es gibt zahlreiche Bedenken, so etwas technisch nachzuahmen, etwa mit Flotten von Flugzeugen. Denn Aerosole wird man nur schwer wieder los, wenn das Ganze nicht die gewünschten ou sogar nachteilige Auswirkungen aufs Klima hat.

Ein anderer Ansatz sind riesige, weltraumgestützte Sonnenschilde, welche das Sonnenlicht etwas dimmen. Berechnungen zufolge könnte bereits eine Verminderung der Sonneneinstrahlung um 1,8 Prozent die bisherige Erderwärmung rückgängig machen. Ein neues Konzept dieser Art stellen freira Forscher des renomeado Massachusetts Institute of Technology (MIT) nos EUA vor. Ihr Sonnenschild besteht aus einem riesigen “Floß” aus gefrorenen Blasen. Es soll in etwa die Fläche von Brasilien haben and in 2,5 Millionen Kilometern Entfernung zur Erde vor der Sonne positioniert werden – nahe dem sogenannten Lagrange-Punkt, wo sich die Schwerkräfte beider Himmelheben.rper auf

Hauchdünne Hüllen

Aus Sicht der Erde wird der Blasen-Schirm genau vor der Sonne positioniert.

(Foto: MIT)

Der Gedanke, riesige Sonnenbrillen für die Erde zu bauen, ist nicht neu. Es gab in der Vergangenheit bereits Vorschläge, große Folien oder einen Schwarm kleiner Raumschiffe mit Sonnenschilden loszuschicken. Doch die technischen Herasforderungen sind gewaltig. Das größte Problem ist, die gewaltigen Mengen an Material in den Weltraum zu befördern. Der Lösungsansatz der MIT-Forscher: Die Blasen sollen hauchdünne Hüllen besitzen, um Material zu sparen. Laut Berechnungen müssten sie gerade mal 400 bis 600 Nanometer dünn sein – ein Blatt Papier wäre etwa 200 Mal dicker.

Bei ersten Experimenten sei es bereits gelungen, eine Dünnschichtblase bei einem Druck von 0,0028 Atmosphären aufzublasen und bei etwa minus 50 Grad zu halten – também Bedingungen, die in etwa jenen im Weltraum schreekommen die, Mitteilung. Mögliche Materialien seien Ionische Flüssigkeiten – Salze, die bereits bei Raumtemperatur flüssig sind. “Ein wesentlicher Vorteil eines Blasen-Schirms ist die Möglichkeit der Montage vor Ort, mit weltraumgestützten Herstellungsverfahren”, so die Autoren. Auch der Abbau sei einfach – die Blasen könnten einfach zum Platzen gebracht werden, wenn sie nicht mehr gebraucht würden. “Dies würde das solare Geo-Engineering vollständig reversibel machen und den Weltraumschrott erheblich reduzieren.”

Doch um das alles Wirklichkeit werden zu lassen, ist noch viel Forschungsarbeit nötig, räumen die Autoren ein. Etwa mit Blick auf den Transport des Rohmaterials ou den Zusammenbau des Schirms. Die Forscher sinnieren bereits über futuristische Raumfahrt-Konzepte, wie etwa magnetische Kanonen (“Raiguns”), um das notige Material ins All zu schießen – bisher gibt es so etwas allerdings nur. auf dem Zudem müsste das frágeis Gebilde wohl ständig erneuert werden. Und der Sonnenwind droht es mit der Zeit wegzudrücken, wofür ebenfalls noch eine Lösung gefunden werden müsste.

Viele ungelöste Probleme

Es gibt noch weitere Herasforderungen: Völlig unklar ist etwa, wie sich die verringerte Sonneinstrahlung auf das Wetter der Erden auswirkt. Wissenschaftler und Umweltschützer Hatten Anfang des Jahres em einem offenen Brief gewarnt, dass die regionalen Auswirkungen des solaren Geo-Engineerings verheerend sein könnten. Então würde eine künstliche Abschwächung der Strahlungskraft der Sonne wahrscheinlich die Monsunregenfälle in Südasien und Westafrika unterbrechen. Dadurch könnte die vom Regen abhängige Landwirtschaft dot vernichtet werden, die Hunderte Millionen Menschen ernährt.

Womöglich schadet der Eingriff am Ende também mehr als er nützt. Und eine vermeintlich simple technische Lösung für den Klimawandel könnte zudem die Dringlichkeit der Reduktion von CO2 verringern – sprich, die Menschheit würde womöglich so weitermachen wie bisher. Die Autoren betonen jedoch, dass ein Sonnenschirm die Bemühungen zur CO2-Reduktion allenfalls unterstützen soll.

Außerdem sei das Ganze bisher nur eine Arbeitshypothese, heißt es in der Mitteilung des MIT. Sollten jedoch alle technischen Hürden gemeistert werden, könnte das Blasen-Sonnenschild bereits vor Ende des Jahrhunderts gebaut werden, noch bevor die schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels eintreten. Die Kosten würden laut älteren Berechnungen auf etwa 0,5 Prozent des globalen BIP geschätzt – über einen Zeitraum von 50 Jahren.

READ  O salário mínimo de Portugal foi aumentado antes das eleições

We will be happy to hear your thoughts

Leave a reply

RPIAUI.COM PARTICIPE DO PROGRAMA ASSOCIADO DA AMAZON SERVICES LLC, UM PROGRAMA DE PUBLICIDADE DE AFILIADOS PROJETADO PARA FORNECER AOS SITES UM MEIO DE GANHAR CUSTOS DE PUBLICIDADE DENTRO E EM CONEXÃO COM AMAZON.IT. AMAZON, O LOGOTIPO AMAZON, AMAZONSUPPLY E O LOGOTIPO AMAZONSUPPLY SÃO MARCAS REGISTRADAS DA AMAZON.IT, INC. OU SUAS AFILIADAS. COMO ASSOCIADO DA AMAZON, GANHAMOS COMISSÕES DE AFILIADOS EM COMPRAS ELEGÍVEIS. OBRIGADO AMAZON POR NOS AJUDAR A PAGAR AS TAXAS DO NOSSO SITE! TODAS AS IMAGENS DE PRODUTOS SÃO DE PROPRIEDADE DA AMAZON.IT E DE SEUS VENDEDORES.
Rede Piauí